Skip to main content

Hühnerfutter selber mischen – was Du beachten musst

Hühnerfutter selber mischen
Natürlich kannst Du Hühnerfutter schon fertig im Laden kaufen und sparst Dir damit Zeit und Mühe. Doch ob das Fertigfutter dann auch richtig auf Deine Hennen und dem Hahn im Korb abgestimmt ist, bleibt fraglich. Legehennen benötigen natürlich mehr Nahrung und auch hochwertigeres Futter, dein Frühstücksei soll ja schließlich gut schmecken und eine ordentliche Größe vorweisen.

Generell kommt es beim Hühnerfutter selber mischen darauf an, was das Federvieh gerne mag und hier kann leider keine allgemein gültige Aussage getroffen werden. Denn das Huhn frisst, was ihm optisch gefällt, auf den Geschmack kommt es dabei gar nicht so sehr an. Doch mit welcher Mischung kannst Du Deinen Hühnerstall beeindrucken?

Picken, graben, scharren

Wenn Du deine Hühner beobachtest, wirst Du feststellen, dass sie für ihr Leben gern im Erdreich scharren und alles proteinreiche aufpicken, was sie darin finden können. Denn Hühner sind keine reinen Pflanzenfresser, sie benötigen auch Proteine in Form von Käfern, Insekten, Larven, Raupen, und so weiter.

Gibt Dein Boden das nicht her oder haben die Hühner bereits alles Verwertbare aufgepickt, so solltest Du darauf achten, dass das selbst gemischte Hühnerfutter genügend Proteine enthält. Zwischen 17 und 20 Gramm Rohprotein sollte ins Futter für die Legehenne. Es kann dabei auch auf pflanzliche Proteine – wie beispielsweise aus Hirse oder Buchweizen – zurückgegriffen werden.

Was kommt am liebsten in den Schnabel?

Der Schnabel des Huhns ist sehr tastempfindlich und pickt nur das auf, was auch wirklich gefällt. Dazu gehören glänzende, glatte Körner, die in etwa die Größe eines Weizenkorns haben. Willst Du Hühnerfutter selber mischen, so kannst Du auf Weizen, Gerste und Mais zurückgreifen und auch Roggen darf in kleinen Mengen dabei sein. Aber Vorsicht, Roggen kann in zu großen Futtermengen zu Durchfall bei Hühner führen. Hafer mag das Federvieh für gewöhnlich nicht, Du wirst aber schnell feststellen, was Du bei der Futtermischung weglassen kannst – nämlich alles was aussortiert wird und liegenbleibt.
Übrigens solltest Du nicht alles in eine Futterschüssel geben, wenn Du das Getreide auf der Freilauffläche oder im Stall verteilst, haben Deine Hühner eine Beschäftigung und können ganz natürlich auf Futtersuche gehen.

Küchenabfälle – ja oder nein?

Hühnerfutter selber mischen und hin und wieder ein wenig frisches Obst oder Gemüse aus der Küche – so stellen sich viele Hühnerhalter in spe die optimale Haltung vor. Aber wenn zu viele Küchenabfälle gegeben werden und zudem aber auch noch Körnerfutter oder Legemehl gereicht wird, verfetten Deine Hühner. Vor allem dann, wenn sie zu wenig Auslauf haben.
Kohlgemüse, Raps und Senf wirken sich negativ auf den Geschmack der Eier aus. Zerkleinerte und abgekochte Eierschalen im Futter hingegen decken den Kalziumbedarf der Hühner und auch Milchprodukte kannst Du an sie verfüttern, denn dies deckt ebenfalls den Proteinbedarf.
Übrigens solltest Du Deine Hühner nicht zu spät am Abend füttern, denn wenn die Körner über Nacht liegen bleiben, werden sie meist von Mäusen gefressen und Deine Hühner gehen leer aus.



Ähnliche Beiträge